Wer zum ersten Mal eine professionelle Website anfragen will, bekommt Angebote zwischen 300 EUR und 30.000 EUR — für scheinbar dasselbe Produkt. Das ist verwirrend. Und oft führt die Verwirrung zu einer Entscheidung, die teurer wird als nötig: entweder zu billig, mit einem Baukasten, der monatlich Geld kostet und bei Google kaum funktioniert. Oder zu teuer, bei einer Agentur, die für ein kleines Unternehmen schlicht zu groß denkt.
Dieser Artikel schlüsselt auf, was eine Website wirklich kostet — einmalig und laufend — und wann sich welche Option lohnt. Keine Werbung, nur Zahlen.
Die vier Wege zu einer Website — und was sie wirklich kosten
Es gibt nicht die eine Antwort auf "was kostet eine Website?" — weil es vier grundlegend verschiedene Wege gibt. Der günstigste ist nicht immer der billigste. Der teuerste ist selten der beste.
Baukastensysteme: günstig im Einstieg, teuer auf Dauer
Wix, Squarespace, Jimdo — diese Anbieter versprechen eine Website in wenigen Stunden. Das stimmt. Was sie nicht betonen: Du zahlst dauerhaft, du besitzt nichts, und deine Seite ist langsamer als die Konkurrenz.
Ein konkretes Rechenbeispiel: Wix Business kostet 17 EUR pro Monat. Nach fünf Jahren sind das 1.020 EUR — für eine Seite, die dir nicht gehört und die du verlierst, sobald du aufhörst zu zahlen. Für lokales SEO ist die Performance dieser Systeme durchgehend schlechter als eine individuell entwickelte Website. (Quelle: Web.dev Core Web Vitals Benchmarks, 2024)
WordPress: flexibel, aber mit versteckten Kosten
WordPress ist kostenlos — die Software. Was kostet: ein passendes Theme (50–200 EUR), Plugins für Formulare, SEO, Sicherheit und Backups (zusammen 100–300 EUR/Jahr), ein Entwickler für die Einrichtung (500–2.000 EUR) und laufende Wartung, wenn Updates etwas kaputt machen.
WordPress ist die richtige Wahl für komplexe Websites mit vielen Seiten, regelmäßigem Blog-Content und eigenem Redaktionsteam. Für ein Restaurant, eine Arztpraxis oder ein Handwerksunternehmen ist es in den meisten Fällen zu groß — und damit zu teuer in der Pflege.
Der transparente Preisvergleich
Was bezahlst du wirklich — einmalig und über fünf Jahre gerechnet?
| Option | Einmalig | Laufend / Jahr | 5 Jahre gesamt |
|---|---|---|---|
| Wix / Squarespace | 0 EUR | 204–480 EUR | 1.020–2.400 EUR |
| WordPress (selbst) | 500–1.500 EUR | 200–400 EUR | 1.500–3.500 EUR |
| Große Webagentur | 3.000–15.000 EUR | 500–2.000 EUR | 5.500–25.000 EUR |
| Beam Sites | ab 999 EUR | 60–120 EUR (nur Hosting + Domain) | 1.299–1.599 EUR |
Die Tabelle zeigt: Der Unterschied liegt nicht im Einstiegspreis, sondern in den laufenden Kosten. Wer fünf Jahre Wix zahlt, hat am Ende 1.000–2.400 EUR ausgegeben — für eine Website, die ihm nicht gehört.
Was den Preis einer individuellen Website bestimmt
Drei Faktoren entscheiden, was eine professionelle Website kostet:
- Umfang: Eine einseitige Visitenkarten-Website ist günstiger als zehn Unterseiten mit Buchungssystem und mehrsprachigem Inhalt.
- Funktionen: Online-Terminbuchung, Kontaktformulare, Speisekarten-Integration, Bewerbungstools — jede Funktion kostet Entwicklungszeit.
- Geschwindigkeit: Sieben Tage oder drei Monate — kürzere Lieferzeiten kosten mehr. Bei Beam Sites ist 7 Tage der Standard, kein Aufpreis.
Wann lohnt sich welche Option?
Die häufigste Frage nach dem Preis ist: "Lohnt sich das überhaupt?" Richtige Antwort: Es kommt darauf an, was deine Website tun soll.
Für wen ein Baukasten reicht
Wenn du eine einfache digitale Visitenkarte brauchst, wenig Budget hast und kein Interesse an Google-Rankings hast — dann ist Wix oder Squarespace in Ordnung. Für Hobby-Projekte, Veranstaltungsseiten oder temporäre Präsenzen ist das völlig legitim.
Für ein lokales Unternehmen in Hamburg, das neue Kunden über Google gewinnen will, ist ein Baukasten der falsche Weg. Nicht weil er hässlich ist — sondern weil er langsamer lädt, schlechter rankt und am Ende teurer wird.
Für wen eine professionelle Website der richtige Schritt ist
Du betreibst ein Unternehmen, das von neuen Kunden lebt. Du willst bei Google gefunden werden, wenn jemand in Hamburg nach deiner Leistung sucht. Du willst nicht jeden Monat für eine Plattform zahlen, die dir nichts gehört. Und du willst eine Website, die auf dem Handy genauso gut aussieht wie auf dem Desktop.
In diesem Fall ist eine professionelle Website keine Ausgabe — sie ist eine Investition mit messbarem Rückfluss. Ein Restaurant, das durch besseres Google-Ranking zehn zusätzliche Tische pro Monat füllt, hat den Website-Preis im ersten Monat zurück.